Die Pommersche Zeitung (PZ) ist eine von der Pommerschen Landsmannschaft (PLM) herausgegebene Wochenzeitung (jeweils 16 Seiten im Berliner Format), die ausschließlich auf postalischem Wege vertrieben wird und jeweils am Sonnabend erscheint, allerdings schon am Dienstag gedruckt wird. Diese Diskrepanz ist dem postalischen Versand geschuldet.
Die PZ ist nicht nur das Mitteilungsblatt bzw. das Organ der Pommerschen Landsmannschaft, sondern sie nimmt auch Anteil am gesellschaftlichen Leben in der Bundesrepublik, aber speziell auch in Pommern, das betrifft den bei Deutschland verbliebenen Teil Pommerns (Vorpommern) wie auch den mit dem deutschpolnischen Grenzvertrag vom 11. November 1990 bestätigten polnischen Teil Pommerns (Stettin/Hinterpommern).
Seit der politischen Wende 1989, vor allem aber mit den Möglichkeiten durch die deutsche Wiedervereinigung 1990 und der damit verbundenen Gründung des Bindestrichlandes Mecklenburg- Vorpommern kamen zwei völlig neue Aufgabenfelder auf die PZ zu:
1. publizistische Hilfestellungen bei der Stärkung ihrer pommerschen Identität innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
2. die Begeleitung der Neugründungen von Gruppierungen der Pommerschen Landsmannschaft in den neuen Ländern, hier vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, wo es gelang, einen der bundesweit größten und leistungsstärksten PLM-Landesverbände aufzubauen (neben Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein).
Als Drittes kommt noch die Begleitung der deutschen Minderheit in Stettin und Hinterpommern hinzu, die sich nach der politischen Wende in Sozial-kulturellen Gesellschaften organisieren
konnte.
Die PZ konnte jetzt noch viel besser und in größerem Umfang ihrer Brückenfunktion nachkommen zwischen den drei Pommerngruppierungen:
1. den verstreut über das Bundesgebiet oder auch im Ausland lebenden vertriebenen Pommern,
2. den in der Heimat, aber bei Deutschland verbliebenen Pommern (Vorpommern)
sowie 3. der zahlenmäßig sehr kleinen Gruppe von in Hinterpommern verbliebenen Landsleuten. Letztere sind zumeist erst nach dem Krieg aus Schlesien nach Pommern gekommen und gehören deshalb häufig der für Vorkriegspommern nicht typischen katholischen Konfession an.
Die PZ ist nicht zuletzt wegen des sehr großen regionalen Anteils eine Zeitung, die in einem großem Umfang von Landsleuten für Landsleute geschrieben (Zeitzeugnisse, Erlebnisse, Heimatreiseberichte), aber von der Redaktion redigiert wird. D.h. die Landsleute können sich ihre mit der Vertreibung erlittenen Traumata von der Seele schreiben, wodurch die PZ auch für spätere Zeiten zu einer unschätzbaren Quellensammlung geworden ist. Durch dieses ganz spezielle und in Deutschland in dieser Hinsicht einzigartige Profil einer Wochenzeitung wird nicht nur eine ungewöhnlich starke Leser-Blatt-Bindung erreicht, sondern die PZ ist auch ein Stück Heimat, das in printmedialer Form wöchentlich in den Briefkasten des Abonnenten gelangt als Verbindungsschnur zu den verstreut über Hunderttausende Quadratkilometer lebenden Schicksalsgefährten.











